von Sonja Vodicka, November 2010

DAS KANNS
Es ist einfach erstaunlich was Ulrich N. Brandl, Landwirt und Visionär aus seinem Hof gemacht hat. Brandl, selbst zweifacher Vater, hat vor rund 17 Jahren den Bauernhof seiner Eltern nach und nach in ein 4-Sterne-Ferien-Resort verwandelt, dabei komplett, sowohl was die Energieversorgung des Hauses, als auch die Ernährung betrifft auf Nachhaltigkeit und Bio umgestellt und dabei seine individuellen Maßstäbe als Familienmensch angelegt.
DAS BRINGTS:
Der Ulrichshof im Bayrischen Wald hat allen Grund, sich „Resort“ zu nennen. Die Hotelanlage wird von 25.000 m2 Hotelgelände sowie 50 Hektar Feldern, Wiesen und Wäldern umgeben. Bereits 1994 wurde die Anlage erweitert. Es entstanden ein Restaurant, ein Abendlokal mit großzügiger Spielothek in Form einer Westernstadt und Saloon, die Zimmer und Suiten werden regelmäßig dem Trend der Zeit angepasst. Auch der Bereich „Spiel und Spaß“ hat ständig Neues zu bieten. Einen Tennis- und einen Beachvolleyballplatz, einen Kinderfußballplatz, eine Skate-Area, einen großen Kletterpark für Kleinkinder, eine Bungee-Trampolin-Anlage, sowie eine Autoskooter-Anlage. Und es soll noch besser werden: Rings um die Spielscheune sind neben Squash-Court und Spielfeldern für Hallenfußball, Basketball oder Volleyball, eine Bogenschießanlage sowie ein Kletterturm für Größere geplant. Eine Wasserwelt mit Hallenbad und 81 m langer Riesenrutsche sowie einen kleinen, feinen Wellnessbereich gibt es längst.
DAS KOSTETS:
In allen Angeboten ist die „Ulrichshof-Bio-Verwöhnpension“ –enthalten- Kalt/warmen Schlemmer-Frühstücksbuffet, kleinem Mittagsbuffet, leckerem Kuchenbuffet und Kaffee zur Selbstbedienung am Nachmittag, Abendbuffet sowie ganztägig Bio-Getränke für Kinder und Grander-Wasser für die Eltern.
Preise:
Kinder bis 6 Jahre frei, bis 8 Jahre 25 Prozent, bis 10 Jahre 50 Prozent, bis 16 Jahre 80 Prozent vom Erwachsenenpreis.
Zwischen dem ersten und dem letzten Eindruck scheinen Welten zu liegen und dabei sind es nur vier Tage. Der erste ist geprägt von einer landschaftlich reizvollen Anreise entlang des Bayerischen Waldes, der zweite von der Ankunft im Niemandsland, irgendwo an der Grenze zur Tschechischen Republik, in einem Weiler namens Zettisch. Der dritte von einem ersten Bild des Ulrichshof, einer Mischung aus Hotel-, Bauern,- und Reiterhof, irgendwo zwischen Wäldern, Wiesen, Feldern und Misthaufen mit einer gefliesten Hotelhalle voller Bobbycars und kleinen, lauten Kindern, die darauf herumdüsen. Der vierte von einer überaus herzlichen Begrüßung an der Rezeption, so freundlich als sei man entweder der einzige Gast im Haus oder als sei man schon hundertmal da gewesen. Wobei weder das eine noch das andere zutrifft.
Im Laufe der vier Tage ertappe ich mich beim fliegenden Schneidersitzüben am Trampolin, beim Verstecken in der Spielscheune oder beim Balancieren am Geschicklichkeitsparcour im Wald. Ich traue mich mit Amina auf dem Schoß die 30-Meter-Wasserrutsche hinunterzudüsen, und entdecke, zusammen mit meinen Kindern wie süß es ist die kleinen Mini-Hufe des Shetlandpony Maxi zu putzen. Ich genieße es gemeinsam mit Schirin den ersten Ausritt in die umliegenden Wälder zu machen und dass ich das Zeug hätte „The best rodeo-rider in town“ zu werden, vorausgesetzt meine eigene Tochter hätte mir am letzten Abend, im Saloon, diesen begehrten Titel nicht vor der Nase weggeschnappt.
Ulrichshof liegt in Zettisch am Rande des malerischen Chambtals. Naturentdecker, Golfer, Reit- und Radfans haben längst das malerische Chamtal für sich entdeckt. Zum Wandern laden der Nationalpark Bayerischer Wald in Ludwigsthal aber auch der Landstrich rings um den Großen Arber (1.456 m), die größte Erhebung des Bayerischen Waldes. Besonders beliebt sind auch Touren in den Böhmerwald. Nur 70 km vom UNESCO-Weltkulturerbe Regensburg entfernt eröffnet sich außerdem ein vielfältiger Kulturraum, der durch die Tradition der Glasbläserkunst geprägt und für vieles offen ist: Sehenswert ist die nur 2 km entfernte Lichtenegger Burg bei Rimbach mit ihrer malerischen Freilichtbühne. Ein Muss sind die Museen auf der Glasstraße und die berühmten Städte, Klöster, Burgen und Schlösser im Donautal zwischen Regensburg (70 km) und Passau (105 km), dem „Venedig Bayerns“.