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Pfingsturlaub im CLUB MED in Palmiye & Tipps für Ausflüge an der türkischen Riviera

Abgelegt 11. Oktober 2010 um 21:37 von werthersmedien in Clubreisen, Türkei

von Dagmar Thorau, Sommer 2010

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Das kanns: Ein Aufenthalt bei CLUB MED bedeutet das Rundum-Sorglos-Paket für alle, die Sport im Urlaub im Mittelpunkt sehen möchten. Die Kinder sind bestens betreut und werden in allen Sportgruppen altersgerecht unterrichtet.

Das kostets: Für einen 7-tägigen Aufenthalt inkl. Flug und Transfer zahlt ein Erwachsener ab 1099 EUR.Eine vierköpfige Familie mit zwei Kindern zw. 4 und 12 Jahren würde bei einem 14-tägigen Aufenthalt ab 7.360 EUR im Club-Zimmer im Bungalow zahlen.

Diskussionen über Urlaub im Club polarisieren immer. Für die einen hat die Vorstellung, mit 1000 anderen Menschen in einem riesigen Dorf zu leben und Animateure auch nur von weitem zu hören, wenig mit Erholung zu tun. Andere wiederum sind begeistert von dem All Inclusive-Konzept, das den Gästen maximale Abwechslung mit keinerlei organisatorischem oder finanziellem Mehr-Aufwand erlaubt.

Mit dem CLUB MED Pfingstspecial nach Palmiye an der türkischen Riviera haben wir mit zwei Töchtern (12/15) den Familienurlaub im CLUB getestet.

Hier der Reisebericht und ein Video vom Club.

Sprechen Sie CLUB MED? G.O. / G.E. und G.M.? Das bedeutet: Gentile Organisateur, Gentile Employee und Gentile Member!

Diese drei Kürzel sind stellvertretend für die Struktur von CLUB MED. Die G.Os. sind strahlend, allwissend was den Tag im Club angeht, attraktiv und immer très gentile. Sie sind sportlich, vielsprachig und wer von ihnen am Abend nicht in einer der aufwändigen Bühnenshows zu sehen ist, parliert mit den Gästen.

Die Gentile Employees sind nicht so sehr ins direkte Kundengeschäft eingebunden, aber sie wirken hundertfach hinter den Kulissen. Im perfekten Zimmerservice, in der exquisiten Gastronomie und als Gärtner.

Ohne G.Ms., ohne Gentile Members geht nichts in der Clubwelt. Das sind nämlich wir, die Kunden, die sich diesen Spaß wochenweise buchen können und wir berichten darüber.

Palmiye liegt 40 Autominuten nördlich von Antalya an einem ca. 600 m langen Küstenabschnitt. Ein Shuttlebus vom Flughafen mit vielen bunten Lämpchen an der Decke, dazu werden Mineralwasser und Gummibärchen gereicht und türkische Videoclips auf dem onboard-DVD Gerät gespielt. Die Kinder sind begeistert. Die Größe der Club-Anlage ist auf den ersten Blick verwirrend. Wir werden zwei Tage für die Orientierung brauchen. Die CLUB Leitung hat das wohl erkannt. Jeder Familie erhält eine persönliche Führung durch das Gelände.

Die türkische Küste ist klimatisch um diese Jahreszeit vorteilhaft und die Botanik in Hochform. In Palmyie ist dies besonders, weil der Club auf Grund erbaut ist, der bis heute einem türkischen Geschäftsmann gehört. Er hat bei der Bebauung strenge Auflagen für die Bepflanzung gemacht und so verbringt man seine Urlaubstage inmitten einer kleinen, farbenprächtigen Gartenschau. Schön zu sehen, dass an manchen Ecken sogar Tomaten, Zucchini und Kräuter angebaut werden.

Der Strand von Palmiye übersichtlich eingeteilt, bewacht, Badeschuhe sind für Kinder ratsam, da der Kies sehr grobkörnig ist. Die Wasserqualität ist gut aber je nach Windrichtung kommt schon mal die eine oder andere Plastiktüte angeschwommen. Wir empfehlen Familien auf jeden Fall eine Buchung im Villagio, weil es für Kinder übersichtlicher ist; alternativ ist aber auch die Unterbringung im Hotel möglich. Im Villagio stehen 2-stöckige, gut angeordnete Reihenhäuschen. Die Zimmer sind angenehm schlicht gestaltet, optimal geschnitten incl. Ankleidekammer. Für Familien eignet sich das Villagio entschieden besser als das Hotel.

Sport & Familie

Ein Aufenthalt in Palmiye weckt vom ersten Tag an die Sportsgeister bei Groß und Klein. Auch wenn man vorhat, sich am Pool oder auf der Strand-Liege festzukrallen – es wird nicht gelingen. Zu verführerisch ist das Angebot an Wasserski, Hobbycat-Segelern, Windsurf, Aqua-Gym, Tennis, Bogenschiessen und einer unzähligen Reihe von Gym-Einheiten. Verführerisch deshalb, weil alles fertig aufgetakelt parat steht und die Hilfsbereitschaft und Motivation der Animateure überzeugend ist.

Unsere Kinder sind nicht mehr im Alter für Petit Mini Club oder Mini Club, aber wir beobachten, dass die Betreuung der ganz Kleinen optimal ist. Das Angebot für Teens ist so umfangreich, wie man es in einem Individual-Urlaub nie organisieren oder auch bezahlen könnte. Edutainment und Entertainment liegen also nah beieinander.

Das Headquarter für die Teenies heißt Passworld. Ein Club im Club, den wir Eltern nie betreten haben. Auch die Kinder brauchen ein paar Tage, bis sie die magische Schwelle überschreiten, dies hängt in erster Linie mit der Clubsprache Französisch zusammen. In Passworld wird das Programm erklärt und es werden Kontakte geknüpft. Der größte Gewinn sind dabei die Freundschaften und Begegnungen, die die Kinder machen und die sich dann meist auch auf die Eltern übertragen. Nicht zu vergessen, die Lektionen in Französisch und Englisch, die sich so ganz nebenbei ergeben. Es gibt dann die Überraschungsmomente, in denen man realisiert, dass die 12 –jährige Tochter beim Wasserski plötzlich französische Kommandos verfolgt, als wäre dies die Muttersprache. Die mitgebrachten Schulbücher lassen wir aus diesem Grund im Koffer – kann es sein, dass auch wir Eltern uns langsam der Erholung hingeben?

Das wahre Luxusgefühl kommt auf, als wir die Kinder beschäftigt und wissen selber Nachhilfe nehmen dürfen in Disziplinen, die wir in den letzten Jahren aus den Augen verloren haben.

Herrlich, wenn Mutter mal wieder auf einem Surfbrett steht, den Bandscheibenvorfall vergisst und dabei den Kurs von Papa kreuzt, der gerade elegant im Hobbycat vorbeizieht. Echte Abenteuerstimmung und eheliche Stressmomente kommen bei der wöchentlichen Hobbycat-Regatta auf, bei der alle 17 Cats (mit Begleitboot) gefühlte 10 Meilen raussegeln. Wenn der Wind zu stark ist, gehen wir alle vier auf den clubeigenen Dampfer. Er schippert uns in die Nachbar-Bucht zum Schnorcheln. Auch hier herrscht Bequemlichkeitsstufe 1: Schnorcheln, Masken, Flossen werden passend in jeder Größe ausgeteilt.

Wellness

Mütter können es sich ganz besonders gut gehen lassen in Palmiye. Zwei Wochen lang kämpfe ich mich durch sämtliche Gymnastik-Einheiten, bewundere das Konditionsniveau meiner Mitstreiterinnen und genieße die sportliche Ertüchtigung. Ein Highlight ist das Hamam-Gebäude. Massagen sind individuell zu buchen. Im Hamam gibt es Sauna mit Blick aufs Meer, Dampfbäder, ein großes, sehr stilvolles Hamam mit Außenbecken und eine göttliche, kinderfreie Ruhezone, in der der obligatorische türkische Minzetee serviert wird.

Essen und Trinken

Man sollte nicht mit seinem Höchstgewicht anreisen und keinen Bogen um die Fitness-Angebote machen. In den offen gebauten Pavillons werden zum Frühstück und den Hauptmahlzeiten alle kulinarischen Sehnsüchte gestillt. Perfekt ist die Ausstattung in der Baby- und Junior-Ecke, in der es neben Gläschenkost und Flaschenwärmer, täglich die Götterspeise der Kleinen gibt: Pizza und Spaghetti. Ganz besonders lustvoll für die Rohkost-Fans: Salate und Gazpacho zum Mittagstisch. Sämtliche Gemüsesorten und Kräuter liegen vorgewaschen bereit, so dass sich jeder fangfrisch seine Rohkostplatte drechseln kann. Dahin sind alle Kalorienzählereien bei den unwiderstehlichen Kreationen, die die CM – Patissiers allabendlich zum Dessert liefern. All-inclusive: ein sehr bekömmlicher Tischwein der türkischen Kellerei Altintepe. Natürlich sind auch alle anderen Getränke ausgenommen Schaumweine inklusive. Als Spätaufsteher genießen wir das kleine, aber durchaus ausreichendes Frühstück, das am Pool bereitgehalten wird.

Animation und Nightlife

Die freundlichen Organisateure geben allabendlich als Tänzer in den Shows überraschend professionelle Vorstellungen im Amphitheater, dem Zentrum vom Villagio. Von hier aus wird das Nightlife gesteuert. Dies beginnt mit einer euphorisierenden All-you-can-Dance Aktion des Club Chefs, mit der er tatsächlich Groß und Klein zum Grooven zu bringt und endet mit dem kollektiven Umzug in die Stranddisco. Hier trennen sich meist erst kurz vor Mitternacht je nach Musikstil Teenies von Elternschar. Gute körperliche Kondition scheint zur Grundausstellung der CLUB MED Urlauber zu gehören.

Resumee

Ein Urlaub mit CLUB MED bedeutet körperliche und seelische Runderneuerung. Fitness und Wellbeing stehen im Vordergrund. Voraussetzung für das gute Feeling ist die Freude am Sport und an der Bewegung. Vor allem für Wassersportler ist Palmiye ein Eldorado. Die Ausrüstungen sind gepflegt, die Lehrer kundig und freundlich. Die Gelegenheit, Kinder an verschiedene Sportarten heranzuführen ist großartig. Es gibt keinen Stress bei der Vergabe der Sportgeräte, da alles ausreichend vorhanden ist und die Eltern können sich aus den oft sehr, sehr mühsamen ersten Lernschritten rausziehen. Die Betreuung der kleinen Kinder ist hervorragend und vor allem sehr sicher organisiert. Die Kontaktfreude wird bei Kindern aller Altersgruppen gefördert; die Vielsprachigkeit ist erfrischend. CLUB MED – Vielreisende beschreiben Palmiye als einen der schönsten Clubs in Europa.
Wer zum ersten Mal Cluburlaub macht, sollte nicht unter zwei Wochen buchen. Man braucht mindestens 4 Tage, um das Programm und die Logistik zu überblicken.

Vorschläge für Ausflüge an der türkischen Riviera

Für diejenigen, die die künstliche Club-Welt mal verlassen möchte, lohnen sich die Ausflüge in die nähere Umgebung. Einige Vorschläge, wobei individuell gestaltete Trips wesentlich günstiger sind, als die über den Club organisierten Veranstaltungen:

Tour 1: Im nahen Städtchen Kemer (Bus hält vor dem Club) ist jeweils am Dienstag der Textilmarkt.

Tour 2: Per Mietwagen (70 € pT) zu den Ruinen der antiken Handelsstadt von Phesalis (ca 30 Min Autobahn); von hier aus weiter nach Cirali (30 min). Cerali, am Ostende der Olympos-Bucht ist eine bezaubernde End-of-the-world-Location mit kleinen Restaurants, in denen man köstlich einfache türkische Gerichte bekommt und in Hängematten im Wirtsgarten chillen kann. Von hier geht’s zu den Brennenden Feldern von Chimaira. Steiler Aufstieg von ca. 20 Minuten zu einem 250m hoch gelegenen Bergkamm aus dem kleine Flammen aus den Felsspalten züngeln

Tour 3: Per Mietwagen (90 Min) nach Aspendos, wo sicher das besterhaltende römische Theater Kleinasiens befindet. Noch heute wird das Theater, das jetzt noch im Rahmen von Opern-Festspielen genutzt. Der Rückweg führt über Antalya mit einem Besuch der Altstadt (aufdringliche Händlergassen), mit wunderbarer Stimmung am Abend.

Tour 4: Per Mietwagen (60 Min) nach Myra und den Felsengräbern. Dort zu besichtigen das Grab des Hl. Nikolaus. Eine Art Wallfahrtsort der russischen Touristen

Skiurlaub im Club Med

Abgelegt 20. Mai 2008 um 17:20 von werthersmedien in Berge, Clubreisen, Schweiz, Ski

Die Ziele für unseren Familienaufenthalt im Club Med in Wengen in der Schweiz waren hoch gesteckt: Erstens würde ich mich so freuen, wenn meine Kinder Paula, 7, Elena, 5, und Carla, 4 Jahre alt, Freude am Skifahren hätten. Und zweitens würde ich so gerne endlich mal selbst gut Skifahren lernen.

Vor zwei Jahren waren wir mit den beiden Ältesten in Ischgl. Es war das reinste Chaos. Ich habe die ganze Zeit mehrere Paar Skier getragen, meine Kinder quengelnd den Berg hoch gebracht, um dann weinende Kinder, die nicht in die Skischule wollten, mit der Gondel wieder runter zu fahren. Die minus 20 Grad haben nicht geholfen, für alle die Situation zu erleichtern. Letztlich haben wir die meiste Zeit auf einem verschneiten Spielplatz verbracht; das war dann wohl das erste und letzte Mal, mit kleinen Kindern Ski zu fahren.

Ich selbst fahre zwar seit 10 Jahren Ski, allerdings nur sehr selten und zudem immer ohne Skilehrer. Tatsächlich habe ich das Prinzip der Berg- und Tal-Schulter noch nicht wirklich begriffen und Skigymnastik nie benötigt, weil bei meinem Fahrstil meine Beinmuskeln völlig unbeansprucht waren. OK, da gab es Optimierungsbedarf.

In der Theorie ist Skiurlaub mit der ganzen Familie etwas ganz Wunderbares. Jeder, egal welchen Level er/sie hat, kommt auf seine Kosten. Die Kinder sind schnell besser als die Eltern; ein sehr demokratisches Familienerlebnis stelle ich mir vor. Davon sind wir allerdings noch weit entfernt. Also, auf in den ,Club Med’ nach Wengen in die Schweiz.

Würde uns Club Med in den Bergen – meinem Mann Tom, der gut Ski fahren kann, unseren Kinder Paula, Elli und Carla, die noch nie auf Skiern standen und mir als mittelmäßige Skifahrerin – tatsächlich einen stressfreien, für alle schönen Urlaub ermöglichen?


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