London for Beginners

Abgelegt 13. August 2009 um 15:06 von werthersmedien in Städtereisen

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Tipps für einen 5-tägigen Trip in den
Osterferien

von
Dagmar Werther

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Kategorie:                        Sightseeing & Kultur
Kostenfaktor:                   mittel
Reason Why ?                   muss jeder mal gewesen sein
Stressfaktor:                    durch gute Vorausplanung in den Griff zu kriegen
Pädagogisch wertvoll:       maxima

Alle Teenager, egal ob Jungs oder Mädels, kommen irgendwann ins London-Fieber. Die Stadt steht für „hip, cool, trendy, stylish“. Mit Töchtern sitzt man noch mehr in der Falle, weil da geht’s zusätzlich noch ums „power-shoppen“, was das Taschengeld hergibt. Damit wären wir beim Thema.

Tipp 1: Im Moment (2009) kommt uns der Wechselkurs natürlich entgegen. Es gab schon andere Zeiten. Wenn der London-Trip ansteht, dann bald – billiger wird’s wohl nicht mehr.

Tipp 2: Budget begrenzen und diese Summe zur freien Verfügung einstellen.

Tipp 3: Vorausplanung ggf. Vorbestellung von Eintrittskarten für Kunst&Kultur.

Tipp 4: Nicht weniger als 4 Tage einplanen. Lieber billiger wohnen und länger bleiben.

Tipp 5: Für den preiswerten öffentlichen Stadtverkehr empfiehlt sich die „Oyster-Card“. Sie kostet für einen Erwachsenen ca. 28 € , die Kinder/Jugendlichen zahlen bei Vorlage der Oyster-Card pro Tag dann nur noch ein 1 engl. Pfund.

Unsere Tour beginnt am Dienstag nach Ostern, was den Vorteil hat, dass die meisten Touristen sind schon wieder am Abreisen sind. Als Hotel empfehlen wir das K & K Hotel, eine österreichische Kette mit diversen Häusern in Europa. Die Zimmer sind extrem klein, sehr gepflegt, das Personal spricht deutsch, das Frühstück, mit Blick auf einen grossen Garten, ist ausgiebigst mit allem was den Kontinentalbewohner erfreut. Die Entferung zur U-Bahn und diversen Busstrecken ca. 2 Min. Wir nehmen die U-Bahn-Strecke von ca. 15 min ins Zentrum gerne in Kauf, um zwischendurch ein bisschen Ruhe und Entspannung zu haben.
Der Preis mit Frühstück im DZ variiert nach Buchungslage ähnlich wie bei Flugpreisen. Wir bezahlen für das DZ mit Frühstück 142 €. Für ein zentrumsnahes Zimmer mit vergleichbarem Komfort wären wir locker das Doppelte los.

Für die Mütter der shopping-bereiten Pubertierenden empfiehlt sich folgendes Programm:
Morgens Kultur & Sightseeing, nachmittags „Drop & Shop“, wo der Bus gerade vorbeikommt. Die Doppeldecker-Busse sind übrigens das Transportmittel Nr.1.
Man spart sich viel Sightseeing-Fahrten, profitiert von der rasant zunehmenden Stadtkenntnis und nach dem Motto „hop on – hop off“, kreuzt man bequem und schnell durch die Metropole. Die U-Bahn-Verbindungen sind zwar doppelt so schnell aber halb so lustig. Ausserdem sind endlos lange Gänge untertags zu bewältigen.

Und hier die Highlights für das Einsteiger-Programm:

Ein Tag sollte den Southbanks gehören, also dem Gebiet jenseits der Themse. Dorthin gelangt man gemütlich zu Fuß über eine der sehens- und begehenswerten Brücken, mit dem Bus oder natürlich per Subway. Und hier unsere Tipps:

London Eye – verbunden mit einem Sight-Seeing River Cruise. Bitte erst den Cruise auf einem der gemütlichen Schiffe. Die Erklärung was rechts und links am Ufer steht ist kurz, prägnant und in nahezu allen Sprachen über Kopfhörer zu haben. Die anschließende Fahrt mit dem London Eye rundet den Lernerfolg ab. London Eye ist ein phänomenal schickes, gigantisches Riesenrad, mit dem man in verglasten Großraumkabinen hoch über der Themse schwebt. Für Kinder und Jugendliche ein grosser Spass, die Erwachsenen sind mit dem River Cruise ausreichend bedient, weil das Riesenrad sehr teuer ist. (ca 25 € pP). Die Warteschlangen sind lang, eine Vorbestellung ist problemlos möglich.

Da wir schon mal bei den Southbanks sind erwähne ich hier das absolute Must:
Das Museum Tate Modern. Der Bau von Sir Norman Foster ist gigantisch kühl, schön, exzentrisch. Den Kick gibt das Cafe im 5.Stock. Ein kurzer Drink an der langen Fensterbank mit einem guten Blick auf die Themse und die angrenzenden Gebäude. Gegenüberliegend
die Hochzeitskirche von Lady Di und Prince Charles: St.Pauls Cathedral. Die Öffnungszeiten für diese Kirche bitte vorher recherchieren.

Für Kids und Kunstinteressierte gleichermassen spannend ist das British Design Museum, unweit der Tate Modern, und somit in einem Rutsch zu absolvieren. Ausgefallenes Industrie-Design ist hier zu bewundern.

Wenige Minuten von hier: London Dungeon. Ein teurer und abartiger doofer Spass; Mittelding zwischen Geisterbahn und Geschichtsstunde. Hier bitte die Kids getrost alleine rein lassen und derweil eine Kaffeepause in einem der Restaurants an den Southbanks einlegen. Eine Meile zum Schwärmen sind die aufs nobelste, renovierten Gewürzhäuser an diesem Uferabschnitt. Kaffee und Lunch z.B. im OXO-Tower.

Die üblichen Sightseeing-Highlights wie Buckingham Palace, Westminster Abbey, Tower Bridge, Trafalgar Square gehören natürlich ins Pflichtenheft bevor der Konsum-Wahnsinn losgeht. Nochmal wollen wir aber ausdrücklich auf die komfortablen und zahlreichen Busverbindungen hinweisen. Man kann in Windeseile durch diese Metropole kreuzen, alle Ziele ansteuern, Sitzplätze sind fast immer vorhanden. Der willkommene Break bei Regen oder plattgelaufenen Füßen und die geografische Vernetzung geht wie von selbst.

Vorbestellen sollte man alle Karten

Essen – ein wichtiges Thema. Nicht nur weil England, sondern weil es während so einer Stadttour einfach bei Laune hält. Für die Grundversorgung zwischendurch (oder auch um einen Snack mit ins Hotel zu nehmen) unbedingt Pret-a-manger ansteuern. Eine Snack- und Vitaminbuden-Kette, die so häufig anzutreffen ist wie hierzulande Apotheken. Bezahlbar und frisch. Für Hauptmahlzeiten bitte ins Sofra gehen. Gibt mehrere Filialen im Zentrum (u.a. am
St.Christopher Square). Hervorragende Pasta, Fleichgerichte und Vegetarisch. Für Londoner Verhältnisse sehr bezahlbar.

Shopping – das Teenie-Thema Nummer 1:

Die Mädels sind glücklich und zwar stundenlang im Topshop in der Regentstreet. Nicht so billig wie Zara, aber echte Brit-Fashion, also bunte und ausgefallene Fummel.
Ohnmachtsanfälle kriegen Jungs wie Mädels dann im District Mayfair vor dem Haus von
Abercrombie&Fitch. Hier werden busweise die Kids vorgefahren. Anstellen gehört zum Ritual dazu, um dann mit viel zu knappen Budget in den spot-beleuchteten Verkaufsräumen
zu flanieren.

Kein London-Trip ohne Flohmarkt, der traditionell u.a. auch in Nottinghill am Samstag ist.
Wer den Charme der Portobello Road allerdings wirklich geniessen will, sollte dies an jedem anderen Wochentag tun. Die Läden haben ebenso geöffnet, der Eindruck von Swinging London vermittelt sich dann vielmehr, als am Samstag durch die überfüllten Läden zu drängen. Aber: es gibt Stoffe, Taschen und Accessoires, die man auf dem Kontinent nie finden würde.

Egal wie ihr euren London-Trip plant, macht es vorher. Ansonsten ist man „lost in town“,
weil diese Stadt neben dem üblichen Sightseeing-Programm so einladend ist, zum Verweilen, Staunen und Schauen.

Mehr Fotos gibts hier…

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